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Es "spargelt" wieder

 

So langsam ist es wieder so weit. Das „kaiserliche Gemüse“ oder das „essbare Elfenbein“ der deutschen Küche kündigt sich wieder an. Die bleiche Stange, welche selbst uns Thüringern neben dem „Angrillen“ ein zweites kulinarisches „An-„ beschert – das „Anspargeln“. 

Es ist zudem eine der weniges Pausen des Jahres für die kleine, missverstandene Gruppe der Fußballmuffel. Denn es gibt etwas schlimmeres: den Spargelmuffel!

 

Nach und nach werden die Vertreter aus Südamerika mit heimischen Varianten ersetzt so das auch der umweltbewusste Spargelfreund schon mal die Buttersoße anrühren kann. 

 

Aber warum sind wir hierzulande eigentlich so versessen auf den weißen Spargel? 

Beliebt ist er schon seit Langem. Griechen und Römer freuten sich sowohl über den Geschmack als auch über die harntreibende Wirkung. Seit dem 16 Jahrhundert findet er sich dann auch in Europa und hat sich seitdem zur Delikatesse und zu unserem teuersten Gemüse gemausert. 

 

Allerdings müssen wir auch ehrlich sein – bei über 90% Wasseranteil, von uns zumeist in Wasser gekocht – eine Geschmacksexplosion ist was Anderes. 

Und dann das Geschähle... 

 

Kurzum, wir lieben ihn und gehen dabei einen eigentlich erfreulichen Weg denn wir nutzen mit dem weißen Spargel zumeist die aufwendigere Variante. 

 

Der grüne oder auch violette Spargel fristet dabei nur zu oft ein „stiefspargeliches“ Dasein.  Das ist schade. Denn mal abgesehen davon, dass er nicht geschält werden muss, enthält er auch mehr Vitamine und Ballaststoffe. Wobei der Unterschied überschaubar ist. 

Seine Farbe bekommt er übrigens durch die Sonne. Denn im Vergleich zu seinem bleichen Artgenossen darf der grüne Spargel beim Wachsen ans Licht. 

Nicht verachtet werden sollte allerdings, dass er wesentlich würziger und intensiver schmeckt als sein „weißer Bruder“. 

 

In Zahlen: 

100 g roher weißer Spargel (ja roh schmeckt er auch ;)

18kcal

1,9 g Proteine

0,2 g Fett

2,0 g Kohlenhydrate

 

Sobald er gekocht ist verringern, sich die Werte natürlich etwas.

Die Nährwerte des grünen Spargels ähneln denen des Weißen. 

 

Dazu kommen natürlich die Vitamine, das Magnesium, Kalium, Eisen Folsäure und so weiter. Hier schneidet der grüne Spargel ein wenig besser ab. 

Nicht vergessen dürfen wir die Asparaginsäure denn die sorgt für die entschlackende Wirkung. An selbige werden wir aber alle nach dem Verzehr erinnert...  

 

Kurzum, er schmeckt, er ist gesund, er ist zurecht unser Liebling. 

Roh, gekocht, gebraten – nur auf der Pizza hat er (unserer Meinung nach) nix verloren. 

 

Kleiner Tipp: insbesondere grüner Spargel kann auch während der Phasen 1 und 2 der Proweightless-Diät gegessen werden.